Die US-Truppen ziehen sich aus Afghanistans gef√§hrlichem Korengal-Tal als Teil eines neuen Fokus auf den Schutz der Bev√∂lkerungszentren zur√ľck, sagte die NATO am Mittwoch.

In der abgelegenen Bergregion von H√∂hlen und Schluchten an der √∂stlichen Grenze zu Pakistan gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen der NATO und den Taliban-Aufst√§ndischen, die es als Weg f√ľr das Eindringen von Waffen und K√§mpfern nach Afghanistan nutzen.
Die Neupositionierung spiegelt das neue Denken der Kommandeure wider, dass Kräfte am besten zum Schutz der Zivilbevölkerung eingesetzt werden und nicht in verstreuten Außenposten untergebracht werden, die stark militanten Aktivitäten ausgesetzt sind und schwer zu versorgen und zu stärken sind.

"Diese Neupositionierung in Partnerschaft mit den afghanischen nationalen Sicherheitskräften entspricht den Anforderungen der neuen bevölkerungszentrierten Strategie zur Aufstandsbekämpfung", sagte Generalleutnant David M. Rodriguez, gemeinsamer Befehlshaber der internationalen Streitkräfte in Afghanistan, in einer an die Medien verschickt. "Der Umzug hindert die Kräfte nicht daran, schnell auf Krisen in Korengal und in anderen Teilen der Region zu reagieren."

Die strategische Verschiebung fällt mit der Entsendung zusätzlicher 30.000 Soldaten nach Afghanistan zusammen. Die meisten von ihnen haben sich zum Ziel gesetzt, die Taliban aus den besiedelten Gebieten zu vertreiben. Sie bieten ausreichend Sicherheit, damit die lokalen Regierungen die Kontrolle konsolidieren und eine wirtschaftliche Erholung erzielen können.

Korengal, im Osten der Provinz Kunar, gilt als einer der gef√§hrlichsten Gegenden des Landes, wo es aufgrund seiner schroffen Gebirgslandschaft ein perfektes Jagdrevier f√ľr Aufst√§ndische ist. Im Jahr 2005 wurden in einem Hinterhalt drei Navy SEALs get√∂tet. Ein Hubschrauber mit amerikanischen Spezialkr√§ften, der zur Rettung dieser Soldaten geschickt wurde, wurde abgeschossen. Dabei wurden 16 amerikanische Soldaten bei einem der t√∂dlichsten Angriffe auf das US-Milit√§r seit Kriegsbeginn 2001 get√∂tet.

Quelle: Christopher Bodeen f√ľr Yahoo! Nachrichten AP